San Ignacio Miní


Nachtbus

Prima Qualitaet und ganz bequem! Wollen nichts mehr anderes. Naechstes Mal denken wir daran, dem Igor nichts Milchiges zu geben am Terminal. Der wollte schon nach fuenf Minuten erbrechen. Notfalltropfen und sofort schlafen haben zum Glueck geholfen.

Erster Tag

Die Remise haettet Ihr sehen sollen! Dass wir samt Gepaeck da rein gepasst haben, haetten wir nie gedacht. Leider haben wir nicht reagiert und fotografiert. Das Hotel ist prima, mehr Komfort als in BS AS, getrennte Zimmer fuer R. und R. Heute wollte der Taxichauffeur nichts versprechen. Immerhin hat es nicht nur geregnet, wie die letzten Tage. Aber die Sonne haben wir trotzdem nicht gesehen. Ausser ein paar geschlossenen Laeden ist komischerweise nichts vom Nationalfeiertag zu spueren.

2. Tag

Das Wetter will nicht so, wie wir wohl wollen 🙁 Der Fuehrer, der uns extrem positiv ueberrascht, meinte, es waere ja ein Wunder gewesen, wenns nicht geregnet haette. Ruth wird schlecht, vermutlich wegen der lauen Pommes am Mittag.

Die Jesuitenmissionen sind interessant. Die wurden als eine Art Puffer zwischen Brasilien (Portugal) und Argentinien (Spanien) von der spanischen Krone angeregt. Die Jesuiten erlernten zuerst die Sprache der Guaraní, dann waehlten sie sich einige dieser aus, betrieben mit diesen Landwirtschaft und unterrichteten sie in Religion und sonstigem. Die Indianer vermehrten sich und aus den Missionen (bzw. Reduktionen) wuchsen Gemeinschaften von mehreren tausend Personen pro Station. Die Reduktionen waren so erfolgreich, dass sie nicht mehr auf die Kolonialmacht angewiesen waren und sich gewissen Befehlen dieser verweigerten. Daraufhin wurden sie 1769 vom spanischen Koenig verboten. Die Jesuiten zogen aus, die Guaraní, welche mitlerweile urbane Lebensformen gewohnt waren, bzw. nichts anderes kannten, verliessen die Reduktionen und gruendeten Staedte wie Corrientes (Ar) und Asunción (Pa). Die Missionen wurden im 19. Jahrhundert in den Kriegen zwischen den inzwischen unabhaengigen Nachbarlaendern weitgehend zerstoert. Im 20. Jahrhundert schickten die Argentinier Einwanderer in dieses Gebiet, um in Siedler-Manier die Grenze zu besetzen. Diese bedienten sich der Mauern der Reduktionen, um ihre eigenen Haeuser zu bauen. Heute ist nur noch wenig uebrig. Am meisten noch in San Ignacio, weil hier ein Schriftsteller mit gutem Sinn fuer Geschichtstraechtiges hinkam und in Buenos Aires fuer die Erhaltung der Mission warb.


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